Nachweis erbracht: Putenmastbetrieb bei Tribsees vom H5N8-Virus betroffen

In dem Putenmastenbetrieb bei Tribsees wurde nach abschließender Untersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems das hochpathogene Virus H5N8 amtlich festgestellt. „Der Betrieb ist gesperrt, die Tötungsaktion läuft, die betrieblichen Untersuchungen in einem Umkreis von drei Kilometer laufen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. 

Einsatzkräfte der Polizei und des Technischen Hilfswerks haben die Straßen rund um den Betrieb abgesperrt, damit die Fahrzeuge der Spezialfirma, die die Keulung der Tiere durchführt, ungehindert passieren können. 

Epidemiologen vom Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft und Fischerei sind vor Ort und betreiben Ursachenforschung. In den nächsten Tagen werden sie von einem Team des FLI unterstützt. Die Experten dokumentieren, welche Tiere, Produkte oder Fahrzeuge, den Betrieb wann und wie verlassen oder erreicht haben. 

mehr lesen: Verdacht auf Geflügelpest amtlich festgestellt - ca. 40.000 Puten müssen getötet werden. 

GWV M-V: Konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen

Vor dem Hintergrund der sich in weitere Nutzgeflügelbestände ausbreitenden Vogelgrippe müssen sämtliche Geflügelhalter die konsequente, lückenlose und sorgfältige Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben überprüfen - und noch mehr Einsatz als bisher zeigen, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Diesen eindringlichen Appell richtet Verbandsvorsitzende Marion Dorn an die Geflügelhalter im Land.

Weil sich ein Ende des aktuellen Geflügelpest-Geschehens gegenwärtig nicht absehen lässt, ist die Geflügelwirtschaft in höchstem Maße alarmiert.
Alle Beteiligten müssen daher ihren Beitrag leisten, um durch die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

So ist der Zugang zu den Geflügelbeständen durch betriebsfremde Personen auf das absolut notwendige Mindestmaß zu beschränken. Der überbetriebliche Einsatz von Arbeitsmaschinen ist zu vermeiden. In jedem Betrieb sind strikte Hygienemaßnahmen umzusetzen, hierzu gehören neben dem obligatorischen Kleiderwechsel vor dem Betreten der Ställe auch das Waschen der Hände und die Desinfektion von Schuhen und Arbeitsgeräten sowie gegebenenfalls auch von betriebsfremden Fahrzeugen. Vorausstallungen sind möglichst zu vermeiden.

Grundsätzlich gelten für alle Personen die Geflügel halten, Besucher von Standorten mit Geflügel, gleichgültig ob es sich um gewerbliche oder private (Hobby)-Haltungen handelt, die gleichen Maßnahmen. Geflügelpest lässt sich sehr leicht über die Kleidung, Schuhe, Hände usw. verbreiten.


Deutsches Geflügel

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Deutsche Eier

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