Geflügelwirtschaft in M-V - Landesverband tagte in Todendorf

Am 14. März 2012 fand in Todendorf die Mitgliederversammlung des Geflügelwirtschaftsverbandes (GWV) Mecklenburg-Vorpommern statt. Themen der Vortragstagung waren "Medien und Geflügelwirtschaft - verstehen und verstanden werden" und „Die Futterwirtschaft unter sich ändernden gesellschaftlichen Anforderungen - Stellenwert in der Wertschöpfungskette“

„Optimismus und Realitätssinn gehören heute dazu, wenn wir als Geflügelhalter Bilanz ziehen. Am heutigen Tag geht es nicht nur darum, über die Verbandsarbeit des vergangenen Jahres und über die Tätigkeit des Vorstandes Rechenschaft abzulegen, sondern auch zu analysieren, welchen Aufgaben wir uns 2012 stellen müssen.“ Mit diesen Worten eröffnete die Vorsitzende des GWV Mecklenburg-Vorpommern, Marion Dorn, die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes. Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz – vor allem gesellschaftliche Akzeptanz und Dialogfähigkeit – all das sei unter einen Hut zu bringen, wenn die Geflügelwirtschaft zukunftsfähig bleiben soll.

Der GWV sei eine starke Interessenvertretung für die Geflügelwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Darauf könne man stolz sein. Aber nur als starker Verband sei man auch in der Lage, eine positive Entwicklung der Geflügelwirtschaft zu unterstützen und von der Politik als Partner ernst genommen zu werden. Mit der Akzeptanz der Geflügelwirtschaft sprach die Vorsitzende im Folgenden ein auch für die Geflügelwirtschaft sehr beunruhigendes Thema an.

Unsere Haltungsbedingungen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Wir stellen aber zunehmend fest: Nicht alles was gesetzlich erlaubt ist, wird auch von der Gesellschaft akzeptiert. Natürlich sei auch jeder Einzelne in der Geflügelwirtschaft gefordert und wir haben gemeinsam die Aufgabe, für die Akzeptanz der Geflügelproduktion zu sorgen.

Wir werden nicht alle überzeugen, das wissen wir – aber wir brauchen Mehrheiten. Wir haben hohe Tierschutz- und Umweltstandards hier in Mecklenburg-Vorpommern und in ganz Deutschland. Leo Graf von Drechsel, Präsident des ZDG, skizzierte im Anschluss eindrucksvoll die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Geflügelhalter. Garant einer starken Interessenvertretung sei die gute Zusammenarbeit der Geflügelhalter, ihrer Landes- und Bundesverbande sowie des Zentralverbandes, sind sich Marion Dorn und Graf von Drechsel einig.

„Verstehen und verstanden werden- Medien und Geflügelhalter“, unter diesem Motto stellte die Journalistin der Ostseezeitung Elke Ehlers ihren Redebeitrag und beantwortete Fragen der Teilnehmer. Sie erläuterte die Arbeitsweise der Printmedien und ging hierbei auch auf wirtschaftliche Aspekte ein.

„Die Futterwirtschaft unter sich ändernden gesellschaftlichen Anforderungen - Stellenwert in der Wertschöpfungskette“ so das Thema des Beitrages von Dr. Alfred Hüttmann, Deutscher Verband Tiernahrung. Hüttmann erläuterte, dass der Stellenwert der Wertschöpfungskette sich zukünftig nicht mehr nur an messbaren harten Fakten, wie Ernährungswirtschaft, Wirtschaftlichkeit und Effektivität ausrichtet. Wechselnde, emotional besetzte Kriterien rücken in den Vordergrund bei der Beurteilung der Tätigkeit der Futterwirtschaft, so der Branchenkenner. Transparenz, Information und professionelle Öffentlichkeitsarbeit über die eigene Tätigkeit schaffen die Basis für Vertrauen in eigenes Handeln, ist sich Hüttmann sicher.


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